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5 Anmerkungen &

№4: Sehnsucht in der Musik

Die oben eingefügten Tracks haben alle etwas gemeinsam: sie beinhalten alle eine Atmo, oder ein leichten Bass oder eine kleine Melodielinie, die sich sehr weit im Hintergrund befindet aber eine tragende Rolle spielt. Das schöne an diesen sanften Waves, wie ich sie der Einfachheit halber nenne, ist, dass sie, durch einen leichten Hall oder eine stärkere Filterung, nie in den Vordergrund treten. Sie sind aber trotzdem nicht so unscheinbar, als dass sie nicht wichtig wären. Man wünscht sich deswegen, oder zumindestens geht es mir so, dass diese Waves nach vorne kommen und sich endlich in voller Pracht zeigen. Aber dies passiert nicht, also bleibt nur die Sehnsucht danach, die erst dadurch so schön wird, da sie nicht erfüllt wird.

Das erste Lied, was wieder mal die unglaubliche Kunst von Noisia, auch im sanfteren Liquid-Drumnbass Großartiges zu volbringen, beinhaltet, zeigt am ehesten dieses Prinzip. Die Waves stellen hier dieses stark diffuse Atmo dar, das besonders am Anfang, im Break sehr deutlich und nach dem Break zu hören ist. Eigentlich zieht sich dieser winzige Melodieschnipsel durch das ganze Stück, ohne sich zu verändern. Zum Glück ohne sich zu verändern, denn schon die kleinste Veränderung würde diese wunderschöne Wave zerstören.

In “Imagine” von Moleman ist die Wave offensichtlich, bei “Aaron” von Paul Kalkbrenner ist die Wave nicht mit der Haupthook zu verwechseln und kommt erst bei 1:40 langsam dazu und stellt eine der schönsten harmonischen Waves dar, die ich jemals gehört habe. Dieses Lied ist so unglaublich stark, dass ich diesem noch einen eigenen Post widmen werde.

Auch “Archangel” von Burial beinhaltet eine klar erkennbare Wave und bei “What u need” von Calibre findet sich das Prinzip zumindestens etwas im sanften Subbass wieder, der auch nie so richtig aus seiner Deckung aufzubrechen scheint. Wunderschön dieses Festhalten am Zauber.

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