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Little text shreds about handpicked music

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№9: Eric Prydz - Pjanoo (High Contrast Remix) & Avicii & Sebastien Drums - My Feelings For You

Ich mag den High Contrast Remix von “Pjanoo” nicht nur weil er technisch und kompositorisch eigentlich perfekt ist, sondern auch, weil in einem Punkt wesentlich raffinierter als das Original ist. High Contrast bringt nämlich am Anfang nicht sofort die ganze Melodie, sondern wiederholt nur den 2. Takt. So wird die Spannung zum Melodiedrop natürlich erhöht und dann das vollständige Erscheinen der Melodie nochmal viel beeindruckender. Außerdem treibt der punktierte Ryhthmus des 2. Taktes der Melodie den Track nach vorne, bis zum ersten kleinen Melodiedrop, wo durch das vollständige Weglassen aller anderen Elemente die Melodie wunderbar herausgestellt und präsentiert wird.

Ein ganz ähnliches Prinzip verwenden Avicii & Sebastien Drums in ihrem Lied “My Feelings For You”. Sie wiederholen am Anfang des Liedes nur das “You” des Vocals um es dann durch langsames Aufmachen des High Cuts vollständig zu präsentieren. Bei diesem Lied ist vorallem auch das tolle Musikvideo zu beachten!

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№8: Jesse Horn - Touch My Horn

   

Als ich dieses Lied zum ertsenmal hörte, war ich so sehr begeistert von der Idee Blechbläser mit Electro zu kombinieren, dass ich das sofort vormerkte. Das tubaähnliche Bassinstrument spielt leicht versetzt im Beat, was dem Rhythmus seinen fließenden fast hüpfenden Charakter verleiht. Obwohl fast nicht Anderes als dieses Pattern von der “Tuba” gespielt wird, wirkt der Track abwechslungsreich. Oftmals wird die Melodie nur halbiert und durch einen anderen Sound ergänzt, in andere Oktaven oder Klangvariationen gebracht. Sehr schön finde ich auch die Idee, das Zuschauerjubeln zu samplen. Zum einen geschieht das in der kurzen Zwischensequenz in der Mitte des Tracks, wo auch die Blechbläser ein tolles Pattern wiederholen und am Ende, wo man erst das Gefühl hat die ganze Zeit eine Live - Aufnahme gehört zu haben, diese Vermutung aber sofort wieder zerstreut wird, als der aufbrandende Jubel anfängt zu loopen. Sehr gute Idee!

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№7: Justin Timberlake - She Said Take Me Now

Leider war es mir nicht möglich, einen Link zu diesem Lied zu finden, aber natürlich ist die Musik von Justin Timberlake in jedem Onlinestore zu finden, wo man, wie im Itunes-Store auch, reinhören kann.

Eine schöne Idee bei diesem Lied ist, der nicht auf der 1 anfangende Beat. Stattdessen beginnt der Track mit der vierten Zählzeit, was zur Wirkung hat, dass man die 1. Zählzeit nicht richtig wahrnimmt, für meine Begriffe die Snare kurzzeitig sogar auf den schweren Zählzeiten statt auf dem Offbeat hört und somit spätestens im 2. Takt den Rhythmus richtig versteht.

Die Wirkung eines fließenden Beats wird durch den Anfang unterstützt und dadurch, dass die Snare wesentlich präsenter als die Kick ist, über den ganzen Track weitergetragen. Die unterschiedliche Gewichtung von Snare und Kick lässt mich sogar mitten im Track immer wieder glauben lassen, dass die Snare auf den schweren Zählzeiten kommt.

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№6: Mandy & Booka Shade - Body Language (Jona Rmx)

      

Dieser Remix von “Body Language” sticht deswegen heraus, weil Jona hier die ganze Zeit über eigentlich nichts anderes tut als die Melodie hoch und runter zu spielen und dass ohne das es langweilig wird. Eigentlich würde mir das wie etwas Unmögliches vorkommen aber er schafft es tatsächlich ganze 8 Minuten mit einer Melodie auszufüllen. Er erreicht das vorallem durch ständiges Wechseln des Klanges der Melodie sogar auch innerhalb der Melodielinie, was schon in der Renaissance ein wichtiges Stilmittel war und dort als Varietas bezeichnet wurde ;). Dabei enstehen auch noch interessante Ideen wie das rhythmische Untermalen der Melodie mit geräuschhaften Wischgeräuschen, was diese ständige Varianz fördert. Man darf aber auch nicht vergessen dass die Melodie durch ihre Stärke einen so großen Ohrwurmcharakter hat, dass es auch tatsächlich möglich ist dieselbe bis zum Erbrechen zu wiederholen ohne dass dasselbe notwendig wird…

7NJ7HVVV2VMS

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№5: Above Words - Blue Mar Ten

In diesem Lied wird ein eigentlich ein sehr klassischer Beat verwendet, der hier in Kombination mit dem Bass wunderbar zu fließen beginnt. Was mich aber an diesem Rythmen immer wiede stört ist, dass diese im Takt nur einmal und sehr spät auftretende Snare/ Clap den Beat immer wieder abbremst, also kurz abstoppt um dann gleichzeitig wieder auf die nächste 1 zu fallen. Ich würde mir einen Rythmus wünschen der noch mehr fließt und über die Takte hinweg nicht unterbrochen wird.

Wie man es zum Beispiel in diesem mega coolen Track von Busta Rhymes findet:

Unglaublich wie der große Bang mit der Kick zumindestens in den Strophen nur auf der 1 kommt und dann die Claps immer nur auf den unbetonten Zählzeiten. Das verlangt aber auch, dass über den ganzen Takt hinweg die Energie weitergehalten wird, was hier durch Busta Rhymes Rap und die melodischen Atmo- und Flötenklänge im Hintergrund erreicht wird. Da das Tempo des Tracks so langsam ist, entsteht außerdem der Eindruck, dass die Claps immer auf den betonten Zählzeiten kommen, weil der Bezugspunkt verschwindet.

Wenn jemand irgendwelche Vorschläge oder Ideen dazu hat, ich freu mich über jeden Kommentar!